Bericht vom 19.12.2010: Weihnacht mit Vater Martin


Am 4. Advent ist die kleine EMK Kapelle in Bäretswil voller als sonst. Was da wohl los ist? Es sieht so aus, als würde da heute ein Theater aufgeführt werden. Denn es ist eine Art Bühne aufgestellt. Vorne stehen ein Schaukelstuhl, ein Holzofen und ein kleiner Hocker. Das ganze sieht so aus, wie in einer Werkstatt. Hinter der Bühne sitzen alle Kinder der Jungschar ganz ruhig auf dem Boden und warten auf ihren Einsatz. Doch zuerst sagt Fitis noch ein paar Dinge und das Lied "Mir singed voll Freud, s'isch wieder Advent" wird gesungen. Jetzt verstehe auch ich, was hier vor sich geht. Sie feiern Weihnachten und die Jungschar spielt ein Weihnachtstheater vor. Jetzt entdecke ich unter dem Tannenbaum auch Geschenke. Einen solchen geschmückten Tannenbaum hab ich noch nie gesehen. Da hängen Erdnussgirlanden (made by JS Waldkäuze), Strohsterne und Anisguezzli. Diese Dekoration passt gut zum Theater.
Die Geschichte handelt von einem alten Mann, der in einer Schuhwerkstatt arbeitet und auf Besuch hofft. Und dies von niemand geringerem als Jesus. Doch es kommen viele andere Menschen an seinem Fenster vorbei oder in seine warme Stube. Dem Strassenwischer bietet er eine warme Tasse Tee an, einer jungen Frau schenkt er Schuhe für ihr Baby und einem Mädchen erklärt er, dass sie den Menschen besser hilft, als ihnen Dinge zu klauen. Der alte Mann ist enttäuscht, dass Jesus nicht zu ihm auf Besuch gekommen ist. Daher liest er in der Bibel. Da kommt er zu Stelle wo es heisst: "Ich war durstig und ihr habt mir zu Trinken gegeben. Ich war hungrig und ihr habt mir zu Essen gegeben. Ich war müde und ihr habt mich beherbergt. …was ihr einem meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Da hat der alte Mann gewusst, dass Jesus doch bei ihm war, einfach in Form eines Strassenwischers, einer jungen Frau und einem Mädchen.
Als die Jungschi fertig ist mit dem Theater, singen sie noch mehr Lieder. Vielen Menschen wird Danke gesagt, für alle ihre Hilfe während dem ganzen Jahr. Auch den Leiterinnen sagen sie danke und geben ihnen sogar ein Geschenk. Ach ja, das habe ich fast vergessen. Auch die Kinder bekommen Geschenke. Jedes Kind erhält ein Pfiff (Jungschitechnikbuch). So sind sie richtig gut ausgerüstet und können alles nachlesen, üben und erforschen was sie in der Jungschi hören, nicht verstehen oder brauchen. Jetzt dürfen die Besucher noch länger bleiben, süssen Tee trinken, Feigen, Schöggeli, Nüsse, Mandarinen und Brätzeli (made by JS Waldkäuze) essen.
Beim nächsten Mal muss ich unbedingt auch dabei sein. Kommst du dann auch?

Blick auf - Hilf auf
Laeta
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