Bericht vom 18.09.10: gwaglix


Wie immer treffen wir uns an der Bushaltestelle in Bäretswil. Für den heutigen Nachmittag steht auf dem Programm das Wort: gwaglix. Für was das wohl steht? Einen wackligen Turm bauen? Oder eine wacklige Seilbrücke überqueren? Mit diesem Vorschlag sind die Kinder der Lösung schon ganz dicht auf den Fersen. Wir gehen nämlich in den neuen Seilpark im Azmänig!
Doch bevor unser Bus kommt, haben wir noch genügend Zeit, eine Geschichte zu hören. Es geht um ein Mädchen, welches, so sagten es die Ärzte, nie laufen werden kann. Aber die Mutter glaubte nicht daran. Sie tat alles, damit ihre Tochter wieder laufen konnte. Am Schluss der Geschichte, siegt dieses Mädchen, das in der Zwischenzeit zu einer Frau wurde, drei Mal an den olympischen Spielen die Goldmedaille. Diese Geschichte will uns sagen, dass wir auch nicht gleich aufgeben sollen wenn es mal etwas "gwagglig" ist. Sondern uns auf Gott verlassen, denn er wird uns schon irgendwie helfen. Vielleicht nicht so wie wir es uns wünschen, aber doch auf eine gute Art.
Dann war es bereits Zeit, aufzubrechen. Unsere Reise ging von Bäretswil nach baume, dann bis Wald und schliesslich dann bis in den Atzmännig. Zum Glück hatten wir reserviert, denn als wir dort ankamen, sahen wir, dass schon ganz viele Kinder, Eltern, Jugendliche, Grosseltern und Teenager zwischen den Bäumen am herumkraxeln sind. An der Kasse erhielt jeder von uns die richtige Ausrüstung: Helm, Handschuhe (da alles an Drahtseilen war), Gstältli mit zwei Karabinern (zur Sicherung) und mit einem schnellverschliessbarem Röllchen (für die Bahnen). Wir zogen alles an, wurden überprüft ob auch alles richtig sitzt und dann bekamen wir eine Einführung und noch weitere Instruktionen. Jeder hat die kurze und einfache Prüfung bestanden und endlich konnten wir uns in die Lüfte wagen. Das war toll! So hoch oben, dann diese wackligen Hindernisse, das Kribbeln im Bauch und die rasante Fahrt bei den Seilbahnen, einfach genial! Manchmal musste man etwas warten, bis man das nächste "Hindernis" begehen konnte. Dann hatte man genug Zeit, sich etwas umzuschauen, den anderen etwas zuzurufen und die vielen fröhlichen und glücklichen Gesichter zu sehen. Es hat einfach Spass gemacht.
Damit wir ziemlich alle Parcours absolvieren konnten, informierten wir die Eltern im Voraus, dass die Jungschi etwas später fertig sein wird. Trotzdem ging die Zeit für unseren Geschmack viel zu schnell zu vorbei. Also mussten wir uns wieder auf den Heimweg begeben. Um die Erinnerung noch auf einem Foto festzuhalten, kraxelten wir nochmals auf eine "Treppe" und hängten uns in unsere Gstältli. Jetzt war es aber wirklich höchste Zeit, zum Bus zu gehen, der uns wieder nach Hause brachte. Damit wir nicht mit knurrendem Magen ankommen, stärkten wir uns während der Reise noch an einem feinen z'Vieri.
Im Zug lachten wir viel und erzählten einander, was wir alles erlebt haben. Von den lustigen Momenten, von Situationen, wo jemand plötzlich auf der Strecke nicht mehr weiter kam und von dem tollen Gefühl, so weit über dem Boden durch die Luft zu sausen. Müde, dankbar und glücklich kamen wir schliesslich zu Hause an.
An dieser Stelle möchten wir als Jungschar der EMK Gemeinde herzlich Danke sagen, dass sie uns einen solchen tollen Ausflug ermöglicht haben, mit dieser grosszügigen Spende. Es war ein aussergewöhnliches Erlebnis.

Blick auf - Hilf auf
Laeta
  www.waldkauz.chback top